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Freitag, 18 August 2017 10:31

Wachstum um jeden Preis - Ausbeutung der Erde nimmt zu

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Ausbeutung der Erde Urheber: 3dkombinat / 123RF Lizenzfreie Bilder

Ab dem 02. August bräuchten wir für 2017 eine zweite Erde.

An diesem Tag hatte die Menschheit alle nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde aufgebraucht. Damit ist der ökologische Fußabdruck der Menschheit erneut angewachsen. Wir brauchen nun bereits 1,7 Erden, um unseren jährlichen Ressourcenverbrauch zu decken.

Letztes Jahr waren wir "erst" am 08. August an diesem traurigen Punkt angekommen. Das heißt, wir verbrauchen 70% mehr, als die Erde uns nachliefern kann. Damit zerstören wir das Fundament, auf dem wir Leben. Wir sägen uns Jahr für Jahr den Ast ab, auf dem wir sitzen.

Wir Menschen sind vernunftbegabt. Ein Talent, mit dem wir uns rühmen, besser als Tiere zu sein. Eine Schande, dass wir dieses großartige Talent bisher verkümmern lassen haben. Es ist höchste Zeit, diese Begabung zu nutzen und unsere Erde und damit auch unsere Zukunft zu retten!

Während unsere Erde zunehmends aus dem letzten Loch pfeift, debattieren wir in Deutschland scheinheilig in einem Dieselgipfel über faule Kompromisse. Die Zeit der Kompromisse ist vorbei. Es ist bereits 45 Minuten nach Zwölf!

"Seit über dreißig Jahren nehmen wir der Erde mehr weg, als sie uns bereitstellen kann", warnt Eberhard Brandes, Vorstand der Umweltorganisation WWF. "Diese dauerhafte Übernutzung hat unseren Planeten auf die Intensivstation gebracht."

Der Ressourcenverbrauch ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Der 02. August markiert lediglich den durchschnittlichen Verbrauch aller Länder. Deutschland hatte seinen "Overshoot Day" bereits am 24. April. Wir leben auf Pump, verjubeln Ressourcen und steuern auf eine Krise zu, vor der bereits in den 1980er Jahren gewarnt wurde und heute weltweit sichtbar ist:

Wetterextreme nehmen zu, jedes Jahr neue Hitzerekorde, Dürren wechseln sich mit Starkregen und Überschwemmungen ab, ganze Regionen leiden unter Hungersnöten, das Artensterben wird immer dramatischer, Korallenriffe sterben, Regenwälder und ganze Flusssysteme schwinden.

"Wir müssen endlich einen Weg finden, in den natürlichen Grenzen unseres Planeten zu leben und zu wirtschaften", sagt Brandes. "Das ist die größte Herausforderung unserer Zeit." "Die Fakten liegen auf dem Tisch, die Menschheit weiß, was zur Rettung unserer Erde getan werden muss. Es ist endlich Zeit zu handeln". (Overshootday.org, WWF, 02.08.2017 - NPO)

Overshootday - Ausbeutung der Erde

Wir alle wissen um diesen Zustand. Geredet wird viel darüber, in kleinen Kreisen und in Großen. Handeln tun bisher nur Wenige. Dabei ist es so einfach:

  • » Schluss mit Wegwerf-Mentalität und Verpackungsmüll
  • » Schluss mit Massenproduktion
  • » Schluss mit Wachstum als Priorität Nummer eins
  • » Schluss mit Kapitalismus
  • » Natur und Nachhaltigkeit muss zu den Hauptfächern in Schulen gehören

 

 
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